Snowboarden ist schon lange keine Randsportart mehr. Die einen bedauern dies, weil damit der Reiz des Außergewöhnlichen verloren gegangen ist, andere freuen sich, dass ihre Bedürfnisse inzwischen viel mehr Beachtung finden.
Die Zeiten, in denen es an Gondeln und in Skikellern keine Möglichkeiten gab, Snowboards zu befestigen beziehungsweise abzustellen, sind vorbei. Auch haben Boarder heute eine riesige Auswahl an Snowboards in den unterschiedlichsten Ausführungen, Designs und Preislagen. Damit Du Dich in diesem Bretter-Dschungel zurechtfindest und Dir der Einstieg in diese faszinierende Wintersportart gelingt möchten wir vom Brettershop.de einmal zusammenfassen was Du beim Snowboard Kauf berücksichtigen solltest.
Länge – Breite – Härte
Die wesentlichen Kriterien für das richtige Snowboard sind die Länge und Breite sowie der Härtegrad des Bretts. Welche Länge optimal ist, hängt von der Größe des Fahrers ab. Je größer Du bist, desto länger sollte auch Dein Board sein. Bei der Breite kommt es darauf an, wo und wie Du das Snowboard bevorzugt benutzen wollt: Breitere Bretter (wide Boards) fahren sich im Tiefschnee spürbar leichter, während schmalere Bretter auf der planierten Piste besser auf Touren kommen. Wenn Du große Füße hast, solltest Du aber unbedingt darauf achten, kein zu schmales Snowboard zu kaufen. Andernfalls kann es sein, dass Ihre Fersen und Fußspitzen durch den Schnee schleifen, wenn Sie die Kanten einsetzen, in diesem Fall immer auf ein wide Board zurückgreifen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Härte beziehungsweise Flexibilität des Boards. Härtere Bretter fahren sich stabiler auf der Kante und fangen auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht an zu flattern. Dafür haben sie den Nachteil, dass sie dem Fahrer ein höheres Können abverlangen und deshalb für Anfänger nur bedingt geeignet sind. Weichere Boards dagegen verzeihen kleinere Fahrfehler, sodass nicht jedes leichte Verkanten gleich zum Sturz führt. Bei höheren Geschwindigkeiten jedoch empfinden ambitionierte Snowboarder das Fahrgefühl auf einem weicheren Brett als zu schwammig und unpräzise.
Welcher Snowboard-Typ bist Du?
Einsteiger-Boards wie etwa das Morrow Fury, das 5150 Nomand oder Movement findest Du schon für weniger als 200 Euro. Für ein Edel-Brett wie zum Beispiel das Ride Snowboard Slackcountry UL musst Du dagegen knapp 600 Euro einplanen.
Je nach Terrain und Orientierung gibt es verschiedene Grundformen von Boards. Wenn Du Wert auf Geschwindigkeit legst, solltest Du zu einem Raceboard greifen. Wenn es Dich mehr reizt, Tricks und Sprünge im Funpark zu meistern, ist ein Freestyleboard die richtige Wahl. Falls für Dich ein klares „sowohl als auch“ gilt, ist ein Freerideboard ein guter Kompromiss. Nähere Details zu den verschiedenen Snowboard-Typen findest Du hier:
Freestyleboard – für Einsteiger und Funpark-Profis
Sowohl Profis als auch Anfänger greifen gerne zu diesem Typ, denn mit solch einem Brett lässt sich so gut wie alles befahren. Ein Freestyleboard zeichnet sich wegen seiner Flexibilität und der Form als ideales Spaßbrett aus. Dennoch bist Du mit einem solchen Board nicht nur auf Kickern, Rails und in Halfpipes bestens unterwegs sondern auch im Tiefschnee und auf der Piste.
Für höheres Tempo ist es jedoch speziell auf stark verspurten Pisten eher ungeeignet. Es wird mit Softboots und einer Freestylebindung gefahren. Dadurch wird die große Beweglichkeit erreicht, die beim Freestylen notwendig ist.
Länge: Ein Freestyleboard sollte Dir bis zum Kinn oder maximal bis zur Nase reichen.
Für den Anfang eignet sich ein Freestyleboard am besten. Durch seine Kompaktheit erleichtert es die ersten Turns und dank seiner Flexibilität verzeiht es die typischen Anfängerfehler am ehesten. So bleiben Einsteiger motiviert, weil die ersten Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Wer jedoch nach der ersten Einstiegsphase auch etwas flotter unterwegs sein möchte, sollte lieber gleich ein Freerideboard kaufen, denn ein Freestyleboard stößt in diesem Punkt schnell an seine Grenzen.
Freerideboard – die Allround-Lösung
Ein Freerideboard ist ideal für diejenigen, die von allem ein bisschen wollen: mal feste Piste und mal Tiefschnee, mal Tricksen und mal Schussfahren. Durch die einem Freestyleboard ähnliche Form ist ein Freerideboard vergleichsweise leicht zu handhaben und gibt im Tiefschnee besten Auftrieb. Auf der Piste bietet das Board durch die größere Länge und Härte mehr Fahrspaß, weil es bei höheren Geschwindigkeiten Unebenheiten besser wegsteckt. Dafür ist es aber nicht ganz so gut für Funparks und Co. geeignet. Wer aber meist abseits der präparierten Pisten unterwegs sein will, hat auf die Dauer an einem Freerideboard am meisten Freude. Auch diese Boards werden normalerweise mit Softboots und einer Freestylebindung gefahren. Die Übergänge zwischen Freestyle- und Freerideboard sind generell fließend.
Länge: Etwas länger als ein Freestyleboard. Es sollte Dir etwa bis an die Stirn reichen.
Raceboard – Rennspaß auf der Piste
Ein Race- oder Alpinboard ist das richtige für alle Geschwindigkeitsfreaks, die Snowboarden als Rennsport betreiben wollen. Je besser und schneller Sie fahren, desto länger und härter sollte Ihr Board sein. Durch die schmale und lange Bauweise sowie die erhöhte Vorspannung eines Raceboards lassen sich rasante und enge Kurven in die Piste „schneiden“. Mit einem solchen Board wird es selbst für sehr geübte Skifahrer äußerst schwierig, Sie abzuhängen. Auf der anderen Seite ist es für Tiefschnee weniger und für Tricks und Sprünge gänzlich ungeeignet. Ein Race- oder Alpinboard wird gewöhnlich mit einer Plattenbindung und Hardboots gefahren. Zu empfehlen ist dieser Snowboard-Typ nur denjenigen, die bereits über einige Erfahrung verfügen. Denn je härter die Vorspannung ist, desto leichter kommt es zum Verkanten und in der Folge zum Sturz.
Länge: Genau wie ein Freerideboard sollte ein Raceboard Dir etwa bis zur Stirn reichen. Manche bevorzugen ein kürzeres und damit wendigeres Board, andere wiederum ein längeres Brett, das mehr Stabilität bietet und höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.
Nicht nur Speedjunkies sollten vor der Skireise an ihre Sicherheit denken. Auch wenn er immer noch nicht vorgeschrieben ist, sollte ein Snowboard-Helm Pflicht sein. Zusätzliche Sicherheit bietet ein Rückenpanzer, der bei einem Sturz die empfindliche Wirbelsäule schützt.
Sicherer Fahrspaß abseits der Piste
Bereits als Einsteiger fühlen sich die meisten Snowboarder von Tiefschneefeldern abseits der präparierten Pisten geradezu magisch angezogen. Kein Wunder, denn hier sind Snowboarder in ihrem Element: Während das Tiefschneefahren auf Skiern harte Arbeit ist und viel Übung erfordert, gelingt es auf dem Snowboard selbst Anfängern schon bald lässig und locker. Damit der Backcountry-Spaß nicht böse endet, solltest Du Dich jedoch auf keinen Fall allein auf unbekanntes Terrain wagen.